Als Führungshilfsmittel kennt man den Einsatz von Motorrädern im Katastrophenschutz als "Kradmelder" schon lange. Obwohl moderne technische Kommunikationsmittel wie Mobil- oder Satellitentelefon und Internet zur Verfügung stehen, wird der Kradmelder zur Informationsübermittlung, Erkundung oder als Lotse eingesetzt. Mit der immer besseren Verfügbarkeit der Datenverarbeitungstechnik im Einsatz sind Kradmelder als schneller und wendiger Transporteur von Datenträgern eine wirkungsvoller Ergänzung.
Auch bei Sanitätseinsätzen sind die Vorteile des Einsatzes von Motorrädern als First-Responder für den Sanitätsienst so überzeugend, dass die Malteser in Köln neben den klassischen Melderaufgaben auch mit speziell ausgestatteten Motorrädern dieses Einsatzkonzept fördern. Ziel des Einsatzes von Motorrädern ist es, schnellstmöglich eine sanitätsdienstliche Erstversorgung sicherzustellen, um das behandlungsfreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes so kurz wie möglich zu halten. Die Motorräder zeichnen sich dabei besonders durch kurze Eintreffzeiten, sehr flexible Einsatzmöglichkeit insbesondere in schwer zugänglichem Gelände und bei einem hohen Verkehrsaufkommen aus. Darüber hinaus ist der Transport der Notfallausstattung mit einem Motorrad im Vergleich zu einem Fußtrupp für die Einsatzkräfte wesentlich belastungsärmer.
Besonders bei Einsätzen im Zusammenhang mit Lauf- oder Fahrradveranstaltungen sowie ausserhalb befestigter Fahrstrassen wie z. B. bei Reitsportveranstaltungen im Gelände haben die Malteser sehr gute Erfahrungen mit dem Einsatz von Motorrädern gemacht.